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Von Carsten am 16. Februar 2013

Die Reise des Wählers (Teil 2)

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Wahlkämpfe haben viele Analogien mit den Prozessen aus der Wirtschaft: Der Käufer (der Wähler) entscheidet sich für ein Produkt (eine Partei/ einen Kandidaten) nachdem es beworben wurde (Wahlkampf). Am Ende des Prozesses gibt er sein Geld (seine Stimme) für das Produkt (die Partei / den Kandidaten) und erwartet die versprochenen Leistungen (Wahlversprechen). Über den Kauf (die Wahl) hinaus gilt die Kundenbetreuung (Wählerbetreuung) als Instrument, um den Kunden (den Wähler) an die Firma (die Partei) zu binden, um ihn im besten Falle als langjährigen Stammkunden (Stammwähler) zu gewinnen.

Wir haben daher die Reise des Wählers abgeleitet und empfehlen dieses Konzept als Leitfaden für die Entwicklung von Wahlkämpfen. Als Wahlkampf-Dienstleister entwickeln und suchen wir immer nach innovativen Produkten, die Ihnen die Abbildung der Wählerreise in Ihrer Kampagne ermöglichen.

Die Reise des Wählers - Begeisternder-Wahlkampf.de Die Reise des Wählers: Die Wählerqualität steigt, während die Reichweite des Werbekanals sinkt. Die eingezeichneten Werbekanäle zeigen beispielhaft, wo sie einzuordnen sind.

Instinktiv werden im Wahlkampf einige dieser Muster verwendet, allerdings werden auch immer wieder Fehler an entscheidenden Stellen gemacht, wodurch Interessenten auf dem Weg zum Wähler den Faden verlieren oder - aus Ihrer Sicht - verloren gehen.

Vernetzung der Werbemaßnahmen

Marketingagenturen entwickeln eigens Konzepte, um die beworbene Zielgruppe möglichst geschmeidig von einem Werbekanal zum nächsten zu geleiten. Durch Synergieeffekte soll sich der Werbeeffekt der einzelnen Kanäle zu einem Gesamteffekt addieren (Marketingdeutsch: Cross-Channel). Wahlkampagnen lassen diese Verknüpfungen oft vermissen. Positiv: Immerhin findet sich inzwischen auf quasi jedem Plakat ein Verweis auf die Internetseite des Kandidaten. Aber: Leider in der Regel nur auf die jeweilige Startseite.  

Wahl-Kampagne 2.0

Nehmen wir an, Wolfgang Müllerstein – seines Zeichens zur Wiederwahl stehender Landtags-Kandidat und bekannter Befürworter (oder Gegner) des Turbo-Abiturs – möchte diese Diskussion zu einem Kernthema seines Wahlkampfs machen. Welche Wählergruppen interessieren sich für dieses Thema? Sagen wir Schüler (Erstwähler) und deren Eltern.

Um dieses Thema einer möglichst breiten Bevölkerungsgruppe in seinem Wahlkreis zugänglich zu machen, plant er zunächst eine Großflächen-Werbekampagne, in der er für dieses Thema werben möchte. Diese Kampagne garantiert ihm eine große Reichweite und darf gern kontroverse Aufmerksamkeit erregen. Sie soll die Menschen dazu bringen sich optimalerweise mit ihm als Kandidaten, mindestens jedoch über dieses Thema nachzudenken.

Darüber hinaus plant das Wahlkampf-Team Infostände, die klugerweise in die späte Mittagszeit gelegt werden, wenn gerade Schulschluss ist, bzw. aufs Wochenende, wenn der übliche Wochenstress für die Eltern eine Auszeit nimmt. Ziel der Infostände: Tuchfühlung mit den Wählern aufnehmen – Wähler überzeugen - und – aus Wahrnehmern Interessenten machen. Neben dem kernigen und jugendlich gestylten Flyer im Postkarten-Format bekommt jeder Gesprächspartner einen Displayreiniger. Dieser Displayreiniger sorgt bei Smartphone-Besitzern für ein klares, sauberes Display und ist ein ständiger Begleiter, da er direkt auf die Rückseite des Handys (wahlweise des Tablets) geklebt wird. Herr Müllerstein hatte eine großartige Idee, denn sein Werbemittel trifft genau den Nerv seiner Zielgruppe – die nahezu vollständig Smartphones nutzt. Der DisplayreinigerDisplayreiniger auf Trägerkarte Displayreiniger auf Trägerkarte selbst weist seinen stolzen Besitzer als „klugen Kopf“ aus – dieses Kompliment klebt man doch gern auf sein Handy. Nebenbei gesagt: Mit dem Parteilogo oder einer nichtssagenden Internetadresse oder gar dem Konterfei des Herrn Müllerstein sähe es da ganz anders aus. Wie auch immer, dieser Reiniger wird zusammen mit einer Karte im Visitenkartenformat übergeben, die auch wieder auf das zentrale Thema „Turbo-Abitur“ aufmerksam macht und auf nähere Informationen auf der Webseite hinweist. Wie gelernt verweist die Internetadresse (URL) nicht auf die Startseite von Herrn Müllersteins Internetpräsenz – nein, der interessierte zukünftige Wähler landet direkt in dem Bereich, in dem die Positionen des Kandidaten genau zu diesem Thema erläutert werden. Auf dieser Seite finden sich neben einem Video eine Möglichkeit diese Seite auf Facebook mit Freunden zu teilen oder Fragen direkt per Formular zu stellen.

Zurück zur Großflächen-Werbekampagne: Wie sieht das Motiv dieser Kampagne aus? Herr Müller verzichtet auch hier auf sein Konterfei – stattdessen wagt er etwas völlig Neues: Der kernige Spruch „Kluge Köpfe haben schon nach 8 Jahren Abitur den vollen Durchblick“ (wenn er für das Turbo-Abitur wäre) führt in das Thema ein. Eine große Abbildung des kleinen Streuartikels – des Displayreinigers – ist als Wahlkampf-Werbung so ungewohnt wie Aufmerksamkeit erregend, sodass viele gleich einmal genauer hinschauen. Dabei entdecken sie folgendes Angebot: Hole deinen eigenen Displayreiniger an einem unserer Infostände oder im Kandidatenbüro kostenfrei ab. Was denken Sie, wie sich die Frequenz in seiner Geschäftsstelle und an den Infoständen entwickeln wird? Und denken Sie mal weiter: Was ist überhaupt das Ziel des ganzen Wahlkampfs? Geht es nicht darum, Wähler von politischen Ideen zu überzeugen und um Stimmen zu werben? Genau dieses Ziel erreicht Herr Müllerstein damit auf besonders effektive Weise.

Da Herr Müllerstein verstanden hat, dass inzwischen fast jeder über soziale Medien und das Internet erreichbar ist, kommuniziert er auch dort sein Angebot: Wer möchte, kann den Displayreiniger auch über Facebook oder die Webseite anfordern. Bitte einfach Postanschrift und eMail-Adresse eingeben – schon landet dein Displayreiniger im Briefkasten. Die Mehrkosten durch das Porto stehen der Möglichkeit gegenüber die eMail-Adresse mit der Erlaubnis einzuholen, in der Woche vor der Wahl noch einmal auf das „Produkt Wolfgang Müllerstein“ und sein Produkt- oder Wahlversprechen hinzuweisen und um das Kreuz an der richtigen Stelle zu werben.

 

Versuchen Sie einmal neue Wege zu denken und sich zu fragen, was ein Wähler von „seinem“ Politiker erwartet. Stellen Sie sich den gewöhnlichen Wahlkampf vor und das Stadtbild, in dieser Zeit. Im Vergleich zur klassischen Produktwerbung haben Sie es als Wahlkämpfer (noch) besonders leicht mit guten Ideen aufzufallen. Nutzen Sie diese Chance für sich!


Veröffentlicht in Allgemeines, Planung, Blog, Allgemein

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